BenQ W1050 test

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit musste man über 1000 Euro in einen Heimkino-Beamer investieren. Mittlerweile sind zahlreiche Geräte jedoch erfreulicherweise schon für deutlich kleineres Geld zu haben – wie beispielsweise der BenQ W1050 3D Heimkino DLP-Projektor, der schon für rund 500 Ihnen gehören könnte. Ob sich die Anschaffung lohnt, verrät Ihnen unser nachfolgender Testbericht.

Bildauflösung und Helligkeit

85/100Bildqualität

Der BenQ W1050 3D Heimkino DLP-Projektor eignet sich in erster Linie für Liebhaber von hochauflösendem Heimkino – er eignet sich allerdings auch hervorragend für Gamer, die ihre Spiele auf einer möglichst großen Leinwand zocken möchten. Das Gerät verfügt über eine Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten, sodass es in der Lage ist, hochauflösende Full-HD-Inhalte, wie beispielsweise Spielfilme auf einer Blu-ray-Disc, wiederzugeben.

Zwar gibt es mittlerweile bereits zahlreiche Beamer, die auch mit der noch schärferen Ultra-HD-Auflösung (4K) zurechtkommen – wer jedoch ohnehin ausschließlich Full-HD-Filme besitzt oder den Beamer als Ersatz für den Fernseher verwendet, kommt mit der gebotenen Auflösung dennoch voll auf seine Kosten. Auch der Genuss von 3D-Inhalten ist mit dem BenQ W1050 kein Problem. Allerdings nur dann, wenn man sich eine separate 3D-Brille zulegt, da diese leider nicht im Lieferumfang des Projektors enthalten ist.

Der BenQ W1050 3D Beamer kommt mit einer Leuchthelligkeit von 2.200 ANSI-Lumen daher. Er eignet sich somit in erster Linie für eine Verwendung in abgedunkelten Räumen oder in ohnehin dunklen Abendstunden: Hier wirft er ein angenehm helles und überraschend scharfes Bild auf die Leinwand, welches jedem Film-Liebhaber garantiert zusagen wird. Seine Schwierigkeiten hat das Gerät hingegen bei viel Tageslichteinfall: Insbesondere bei dunkleren Szenen in einem Film muss man sich auf stark sichtbare Abstriche in den Bereichen Farbe und Kontrast einstellen, wodurch das Filmerlebnis leider getrübt wird. Zwar bietet der zuschaltbare Bildmodus „Bright“ sogar 93 Lumen mehr als vom Hersteller angegeben, zu einer tatsächlichen Verbesserung bei Tageslicht trägt allerdings auch dieser Modus nicht bei.

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Realistische Farben und satte Kontraste

80/100Ausstattung

Der BenQ W1050 3D Heimkino DLP-Projektor weist ein Kontrastverhältnis von 15.000:1 auf, was sich insbesondere bei sehr dunklen Szenen positiv bemerkbar macht: Während viele andere Beamer hier anstatt eines satten Schwarztons gräuliche Farben anzeigen, punktet dieses Modell durch tiefe Schwarztönungen und zeigt zudem auch in helleren Bereichen des Bildes selbst kleinste Details an.

Wirklich bemerkenswert ist allerdings die 96%-ige Abdeckung des Rec. 709-Standards: Der besagte Standard sorgt dafür, dass exakt jene Farbwerte wiedergegeben werden, die ein Filmproduzent bei der Produktion seines Streifens vorgibt. Ein Wert von 96% ist eigentlich so gut wie gar nicht bei Projektoren unterhalb der 1.000-Euro-Marke zu finden, sodass der BenQ W1050 diesbezüglich definitiv ein echtes Alleinstellungsmerkmal in seiner Preisklasse aufweisen kann.

Ebenfalls praktisch, wenn auch nicht ganz so spektakulär: Der Projektor ermöglicht dank seiner voreingestellten Bildmodi „Cinema“ , „Vivid TV“ und „Sport“ sowohl beim Betrachten von Kinofilmen, als auch beim Anschauen von TV-Inhalten sowie beim Spielen von Videogames stets eine optimale Kombination aus Helligkeit, Farbe und Kontrast.

Auch in kleineren Räumen ganz groß

70/100Flexibilität

Für den Fall, dass der BenQ W1050 mal nicht mittig zur Leinwand aufgestellt werden kann, kommt die vertikale Keystone Korrektur zum Einsatz: Durch sie lässt sich das Bild ohne sichtbare Qualitätseinbußen vertikal auf der Leinwand verschieben, ohne dass der Beamer selbst hierfür bewegt bzw. verschoben werden muss – ein 1,2-facher Zoom erweitert die Flexibilität bei der Installation des Geräts zudem um ein Vielfaches.

BenQ W1050-focus und zoom

Auch die ebenfalls integrierte Short-Throw-Technologie dürfte so manchem Heimkino-Fans sehr gelegen kommen: Sie ermöglicht es dem Verwender, dass der Beamer auch in vergleichsweise kleinen Räumen eine maximale Projektionsgröße erzielen kann – bei einem Abstand von nur 2,8 m bringt er es somit beispielsweise bereits auf eine Bildgröße von 100 Zoll.

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Umfangreiche Anschlussvielfalt, klare Abstriche beim Sound

75/100Anschlüsse

In puncto Anschlussmöglichkeiten weiß der BenQ W1050 Beamer ebenfalls auf ganzer Linie zu überzeugen: So ist neben zwei HDMI-Eingängen auch VGA-IN mit an Bord, über den sich auch ältere Geräte, wie beispielsweise ein Videorecorder, anschließen lassen – so lassen sich sogar Filme auf uralten Videokassetten auf Wunsch an die Wand projizieren.

BenQ W1050-anschlüsse

Auch der Anschluss eines Amazon Fire TV Sticks oder eines vergleichbaren Produkts wäre möglich – der vorhandene USB-Anschluss dient hingegen ausschließlich für Firmwareupdates und kann nicht als Anschluss für externe Datenträger verwendet werden. Eine echte Enttäuschung ist hingegen der integrierte 2-Watt-Lautsprecher: Er ist selbst in der höchsten ausgewählten Lautstärke viel zu leise und sollte schleunigst gegen eine hochwertige Soundanlage ausgetauscht werden.

Fazit

note 2-1Wer überwiegend Full-HD-Inhalte über seinen Beamer ansehen möchte und somit nicht zwingend 4K-Auflösung benötigt, kommt mit dem BenQ W1050 3D Heimkino DLP-Projektor nicht nur in den Genuss eines sehr hochwertigen, sondern auch eines überaus preiswerten Heimkino-Beamers. Zwar schwächelt das projizierte Bild in helleren Umgebungen erheblich, dafür leistet der Beamer in dunklen Räumen sowie in den Abendstunden jedoch makellose Dienste – inklusive eines gestochen scharfen Bildes, realistischen Farben und starken Kontrasten. Lediglich der überraschend schlechte Lautsprecher schmälert den Gesamteindruck dieses ansonsten sehr empfehlenswerten Geräts ein wenig – mit einer separaten Soundanlage ist dieses Manko jedoch recht schnell vergessen.

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit musste man über 1000 Euro in einen Heimkino-Beamer investieren. Mittlerweile sind zahlreiche Geräte jedoch erfreulicherweise schon für deutlich kleineres Geld zu haben - wie beispielsweise der BenQ W1050 3D Heimkino DLP-Projektor, der schon für rund 500 Ihnen gehören könnte. Ob sich die Anschaffung lohnt, verrät Ihnen unser nachfolgender Testbericht. Bildauflösung und Helligkeit Der BenQ W1050 3D Heimkino DLP-Projektor eignet sich in erster Linie für Liebhaber von hochauflösendem Heimkino - er eignet sich allerdings auch hervorragend für Gamer, die ihre Spiele auf einer möglichst großen Leinwand zocken möchten. Das Gerät verfügt über eine Auflösung…
Bildqualität - 85%
Ausstattung - 80%
Flexibilität - 70%
Anschlüsse - 75%

78%

Gesamt

User Rating: 4.4 ( 1 votes)
Stärken
  • gestochen scharfe und makellose Bildqualität
  • sehr gute Farb- und Kontrastwerte
  • mehrere vorinstallierte Bildmodi
  • viele Anschlussmöglichkeiten
  • verlustfreie Bildanpassung via Lens-Shift
  • unterstützt den Rec. 709-Standard
  • 3D-fähig
Schwächen
  • vergleichsweise schlechtes Bild bei Tageslicht
  • enttäuschender Lautsprecher
  • keine 3D-Brille im Lieferumfang enthalten